Donnerstag, 16. April 2009

Literarische Kurzfilmnacht / Nuit du court-métrage littéraire

Morgen Abend findet in Schloß Scharfenberg bei Meißen die Präsentation meiner letzten beiden Kurzfilme, Le temps de l'amour und Er ist's, statt. Außerdem werde ich über Sigmund Freuds umstrittenen Dostojewski-Aufsatz über sowie Psychoanalyse im Film referieren. Das zweitägige Literaturseminar wird von Prof. Graf von der Hochschule Mittweida geleitet. Interessenten sind herzlich willkommen.

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Demain soir au Château de Scharfenberg (près de Meissen) je vais vous projeter mes dernier court-métrages, Le temps de l'amour et C'est lui. En plus, je vais faire un exposé sur la rédaction controversée de Freud sur mon écrivain préféré, Dostoievski. Ce séminaire littéraire sera dirigé par Prof. Graf de la Hochschule Mittweida. Tous les amateurs du film où des lettres seront très bien venues!

1 Kommentar:

Patrick hat gesagt…

Ich werde mal kurz über die Reaktionen des Abends berichten. Generell wurden die Kameraarbeit und die Auswahl der Zitate lobend erwähnt. Wobei die überwiegende Anzahl des diesmal eher älteren, literarisch-geprägten Publikums Probleme hatte war die Form, der zu schnelle Rhythmus und dass die Untertitel aufgrund der hohen Geschwindigkeit zu schnell weg wären.

Ich kann das alles recht gut nachvollziehen, glaube aber, dass der Film ohnehin nicht nach einem Anlauf auf Anhieb verstanden werden kann und das auch nicht will, da sonst kein Lernprozeß möglich wäre. Er will vielmehr spontane Assoziationen wecken.

Alexander Kluge sagte mal, dass bei Filmen solcher Machart gerade das Internet von Vorteil ist, weil man den Film immer wieder anschauen kann und dadurch bei jedem Mal neue Details entdeckt, was bei einer herkömmlichen, einmaligen Projektion überhaupt nicht möglich ist.

Das Form- und Stilproblem reizt und fordert mich immer wieder heraus, und so wird die Suche nach der besten Ausdrucksmöglichkeit mich vermutlich mein Leben lang beschäftigen. Der Inhalt ist dann, wie Flaubert mal sagte, fast nebensächlich.