Samstag, 11. April 2009

Kurzfilm: „Er ist's“ / Court-métrage: «C'est lui»

Vor einem Jahr kam mir an einem verschneiten Ostersonntag die Idee, ganz spontan einen Kurzfilm zu drehen, nur mit mir selbst und einer Kamera und diesen dann noch am selbigen Tag fertigzustellen. Im Zuge dieser spontanen Idee sind bisher noch drei weitere entstanden und ich kann mit Bestimmtheit sagen, dass wenn es diesen ersten nicht gegeben hätte, die anderen nicht gemacht worden wären.

Pünktlich zu Ostern 2009 habe ich es also noch einmal gewagt und heute einen neuen Osterfilm gedreht, nur mit mir, der Kamera, einem Stativ und den Wald als Kulisse.

Der Film basiert auf dem sehr bekannten Mörike-Gedicht Er ist's, eines der kraftvollsten und schönsten Frühlingsgedichte die ich kenne.

Der Film ist komplett auf deutsch und hat optionale englische Untertitel. Es gibt zusätzlich auch eine hochauflösende Version bei Vimeo. Viel Spaß!

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Il y a un an, dans un dimanche de Pâques enneigé, une idée m'était venue de tourner un court-métrage, tout-seul avec le forêt et la caméra, et de le terminer le jour même. Pendant l'année dernière j'en ai réalisé trois autres et je peux dire avec certitude que si j'aurais pas fait le prémier, les autres n'auraient pas faites non plus. Un an après, vers Pâques 2009, je me suis aventuré à tourner un nouveau petit film, seulment avec moi, un trépied et la caméra.

C'est un film d'après le célèbre poème "Er ist's/C'est lui" de Eduard Mörike, un des poèmes les plus beau que je connaisse. Bien que ce poème date du 19ème siècle, il reste intraduit en français à ce jour.

Le film est entièrement en allemand mais sous-titré en francais et anglais.

Je vous souhaite une bonne projection!


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ehrlich zu sagen habe ich diesen "Kurzfilm" schon vor einer Woche mir angeschaut, aber den Kommentar dazu konnte ich nicht deutlich ausdrücken und schreiben. Da im Großen und Ganzen er mich auf jeden Fall gafallen hat, aber im Laufe dieser Zeit habe ich nachgedacht und konnte nicht verstehen, was genau in ihm mich anzieht, was für "Magie" er enthält. Vor kurzem habe ich endlich das Ergebnis meiner Überlegungen bekommt und deshalb möchte ich davon berichten.
Allbekannte Wahrheit, dass alles Geniale eifach ist. Diese Behauptung kann wohl sich auch auf den "Er ist's" beziehen. Meiner Meinung nach, das Wichtichste, das dem Film Wert verleiht, ist Rhythmus. Dem Regisseur hat es echt gut gelungen, den authentischen Rhythmus des wunderbaren deutschen Gedichtes zu erfassen und widerzuspiegeln. Das beduetet nicht nur die Laune, Gefühle, Wahrnehmung des Dichters, seine Umwelt zu verstehen und tief zu empfinden, sondern auch all das in unsere zeigenossische Wirklichkeit zu übertragen und zu verkörpern, in ihr all das zu finden und dem anderen zu zeigen. Der Regisseur konnte durch diesen "Kurzfilm" der Zeit zwischen den Generationen und Epochen wischen und und etwas Wichtiges und Gemeinsames aufdecken. Er konnte Rhythmen der Vergangenheit, Gegenwart und seine eigenen innerlichen Rhythmen vereinigen. Nämlich darin finde ich Wert dieses "Kurzfilms".

P.S.: ich schreibe das Wort "Kurzfilm" nämlich mit den Anführungszeichen, da ich wieder gar nicht einverstanden bin, ihn kurz zu nennen, nur, weil er weniger als 3 minuten läuft. Solche Benennung versäumt die Widerspiegelung des Sinnes des Films.

Anonym hat gesagt…

Ich habe total vergessen zu schreiben, dass 1 Kommentar von Mascha war:)))) Obwohl ich denke, dass du ohnehin das verstanden hättest:)

Liebe Grüße,
aus sonniger Odessa:)

Patrick hat gesagt…

Hey Danke für die netten Zeilen, Mascha! Freut mich, dass er dir gefallen hat. Für ein so kurzes Gedicht wie dieses ist diese kurze Form in der Tat angemessen. Das ganze Unternehmen des Drehens war bei diesem wieder ein Rausch, ich bin einfach mit offenen Augen durch den Wald gelaufen, bis ich die intuitiv passenden Szenen gefunden habe. Beim Schnitt hat sich dann diese fünfteilige Form ergeben, ich hatte gemerkt, dass der Film auch formal harmonisch sein muss, um entsprechend zu wirken. Durch das Aufspalten der Sätze beim Rezitieren des Gedichtes erreicht man, dass der Zuschauer es nicht sofort als bekannt war nimmt, sondern ständig neu darüber nachdenkt ohne gleich zu Beginn leichtfertig darüber hinwegzugehen.

Ich selbst erachte es für unwichtig, welche Länge ein Film hat. Wichtig und einziges Kriterium ist mir, dass die Form dem Inhalt angemessen ist.

Ich war dann am Schluss recht überrascht, dass der Film in der Tat eine magische Ausstrahlung hat, ohne dabei allzu alt oder neu zu wirken. Er steht irgendwie zwischen den Zeiten. Genau wie dieses Gedicht: es ist eines der schönsten die ich kenne.

Viele liebe Grüße,

Patrick!